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Representante Fiscal | Fiskalvertreter Nichtresidenten | Spanien

Artikel 6 des spanischen Vermögensteuergesetzes schreibt vor, dass Nichtresidenten, die in Spanien vermögensteuerpflichtig werden, einen in Spanien ansässigen steuerlichen Vertreter (representante fiscal) bestimmen und der Steuerbehörde mitteilen müssen. Allerdings gilt diese Verpflichtung nur unter zwei Voraussetzungen:

  • Wenn der Nichtresident in Spanien über eine Betriebsstätte agiert

  • Wenn das Finanzamt dem Nichtresidenten wegen Art und Umfang des Vermögens vorschreibt, einen steuerlichen Vertreter zu bestimmen.

Das bedeutet, dass Ausländer, die in Spanien Immobilienvermögen unterhalten (z.B. ein Ferienhaus) in der Regel nicht verpflichtet sind, einen „representante fiscal“ zu bestimmen.

Artikel 9 und 10 des LIRNR (Ley de Impuesto sobre la Renta de No Residentes) definieren die Funktion des steuerlichen Vertreters (representante fiscal). Die wichtigste Verantwortlichkeit ist eine mögliche Haftung für Steuerschulden des Vertretenen. Bleibt dieser säumig, so kann die Steuerbehörde gegen den steuerlichen Vertreter vorgehen. Aus diesem Grund werden oft „Sociedades Limitadas“ (GmbH) als steuerliche Vertreter eingesetzt, da diese Funktion sowohl von natürlichen wie auch juristischen Personen wahrgenommen werden kann.

Das Einkommensteuergesetz verlangt von Nichtresidenten die Einsetzung eines „representante fiscal“ unter den folgenden Voraussetzungen:

  • Wenn sie über eine spanische Betriebsstätte agieren

  • Wenn sie ohne Betriebsstätte Dienstleistungen erbringen oder andere gewerbliche Tätigkeiten durchführen

  • Wenn sie über eine ausländische Körperschaft mit direkter Einkommenszuschreibung (z.B. Personengesellschaft) kontinuierlich in Spanien wirtschaftlich tätig ist

  • Wenn das Finanzamt dem Nichtresidenten wegen Art und Umfang des Vermögens vorschreibt, einen steuerlichen Vertreter zu bestimmen.