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Ecotasa | Touristensteuer Balearen | ITS

Touristensteuer. Auch wenn gemeinhin stets von der „Ecotasa”, der „Ökosteuer”, die Rede ist – streng genommen stimmt das so nicht. Vielmehr ist der exakte Name der Steuer folgender: „Llei de l’impost sobre estades turístiques a les Illes Balears i de mesures d’impuls del turisme sostenible”: „Gesetz über die Besteuerung touristischer Aufenthalte auf den Baleareninseln und über Maßnahmen zur Förderung eines nachhaltigen Tourismus"

Durch den Begriff „Ecotasa” wird leicht die Erwartung geweckt, das Geld müsse ausschließlich der Umwelt zugute kommen. Das ist so jedoch nicht vorgesehen. Im Gesetz ist die Verwendung für folgende Zwecke vorgesehen:

  1. Schutz, Bewahrung, Modernisierung und Wiederherstellung der Natur, des ländlichen und landwirtschaftlich genutzten Raumes sowie des Meeres.
  2. die Verringerung der Saisonabhängigkeit, Schaffung und Aktivierung touristischer Nebensaison-Produkte, und Förderung des nachhaltigen Tourismus.
  3. Rückgewinnung und Rehabilitation des historischen und kulturellen Erbes.
  4. Förderung von Projekten der wissenschaftlichen Forschung, Entwicklung und Innovation, die zur Diversifizierung der Wirtschaft beitragen, zum Kampf gegen den Klimawandel oder mit dem Tourismus zu tun haben.
  5. Verbesserung der Ausbildung und der Qualität der Beschäftigungsverhältnisse. Förderung des Nebensaison-Arbeitsmarktes.

Neben dieser inhaltlichen Einschränkung sieht das Gesetz eine prozentuale Aufteilung der Einnahmen aus der Steuer auf die einzelnen Inseln vor. Mallorca stehen demnach 68 bis 74 Prozent zu, Menorca 10 bis 14 Prozent, Ibiza 12 bis 16 und Formentera 1,3 bis 1,8 Prozent. Laut der Präambel des Gesetzes ist die Steuer als „Entschädigung” für die negativen Folgen des Tourismus gedacht, für Umweltschäden, soziale Verwerfungen und prekäre Arbeitsverhältnisse. Da haben wir eine Mandantendepesche drüber geschrieben.