Die spanische Verkehrsteuer, die "Steuer auf die Übertragung von Vermögenswerten und auf beurkundete Rechtsgeschäfte" (Impuesto sobre Transmisiones Patrimoniales y actos juridicos documntados, kurz: ITPyAJD)ist geregelt in dem gleichnamigen Gesetz. Sie ist eine indirekte Steuer, die an die Vornahme bestimmter Rechtshandlungen anknüpft. Diese lassen sich in der Praxis in folgende drei Gruppen einteilen:

  1. Entgeltliche Übertragungen von Vermögenswerten (Grunderwerbsteuer). HIER finden sie dazu weitere Informationen.
  2. Gesellschaftsrechtliche Vorgänge. Hier erfaßt die Steuer die verscheidenen Formen der Finanzierung von Unternehmen, die sich aus Gesellschaftsvertrag ergeben. Die häufigsten Beispiele hierfür sind die Kapitaleinlagen zur Gründung von Gesellschaften und Kapitalerhöhungen. Auf den Wert des entsprechenden Gesellschaftskapitals ist eine Steuer in Höhe von 1 % zu zahlen. Diese „Gesellschaftsteuer“ ist auch mit der schweizerischen Emissionsabgabe vergleichbar.
  3. Besteuerung von Beurkundungen, mit denen die Rechtsordnung die Förmlichkeit bestimmter Rechtshandlungen sicherstellt, Stempelsteuer genannt. Konkret unterliegen dieser Steuer notarielle Urkunden, Handelsdokumente und bestimmte behördliche Dokumente.

Die Einnahmen aus der Verkehrsteuer fließen den Autonomen Gemeinschaften zu. Diese sind nicht nur für die Erhebung zuständig, sondern auch für den Erlaß entsprechender Bestimmungen. Das hat auch zur Folge, dass diese Steuern von Region zu Region unterschiedlich ist.