Das steuerpflichtige Einkommen von in Spanien ansässigen juristischen Personen wird nach dem verabschiedeten Text "Núm. 80-16 , 21 de noviembre de 2006 – Impuesto sobre la renta de las personas físicas y de modificación parcial de las Leyes de los Impuestos sobre Sociedades, sobre la renta de no Residentes  y sobre el Patrimonio (IS)" besteuert.

Die Körperschaftsteuer belastet das steuerpflichtige Einkommen von Gesellschaften und sonstigen juristischen Personen. Hierunter fallen insbesondere die „Sociedad Anónima“ (SA), die mit der deutschen Aktiengesellschaft vergleichbar ist, und die „Sociedad de Responsabilidad Limitada“ (SL), die mit der deutschen GmbH gleichgesetzt werden kann. Zudem werden, anders als im deutschen Steuerrecht, auch Personengesellschaften als weitere juristische Personen betrachtet und unterliegen der Körperschaftsteuer. Die „Sociedad comandita por acciones“ oder die „Sociedad comanditaria simple“, beide mit der deutschen Kommanditgesellschaft vergleichbar, oder die „Sociedad en nombre colectivo“, mit der offenen Handelsgesellschaft vergleichbar, versteuern somit ihren Gewinn selbst. Die Gewinne führen bis auf wenige Ausnahmen erst zum Zeitpunkt der Ausschüttung beim Gesellschafter zu steuerpflichtigen Einnahmen.

Einzig das steuerpflichtige Einkommen einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts, „Sociedad civil“, wird nicht auf der Ebene der Gesellschaft besteuert. Hier wird das Einkommen direkt den Gesellschaftern zugerechnet und dort der Steuer unterworfen.

Es ist ebenso wie bei der Einkommensteuer zunächst zu unterscheiden, ob die Gesellschaft in Spanien ansässig ist oder nicht. Eine Gesellschaft ist in Spanien ansässig, wenn sie im Einvernehmen mit den spanischen Gesetzen gegründet wurde oder ihren Sitz im spanischen Staatsgebiet, oder die effektive Geschäftsführung ihren Sitz in Spanien hat. Die Gesellschaft unterliegt damit der unbeschränkten Körperschaftsteuerpflicht, sodass alle weltweit erzielten Einkünfte in Spanien zu versteuern sind.