Spanische Steuerresidenten unterliegen der Einkommensteuer für natürliche Personen (IRPF – Impuesto sobre la Renta de las Personas Físicas) mit ihrem gesamten weltweiten Einkommens. Das spanische Einkommensteuergesetz besteuert sechs grundlegende Kategorien:

  • Einkommen aus unselbständiger Arbeit (Anstellungsverhältnisse)
  • Einkommen aus mobilem Kapital
  • Einkommen aus immobilem Kapital
  • Gewerbliches Einkommen
  • Kapitalerträge
  • Angerechnetes Einkommen

Hinzurechnungen erfolgen u.a. in den folgenden Fällen:

  • Einkommen aus Zweitwohnsitzen, die einer speziellen Besteuerung unterliegen,
  • Einkommen aus dem Steuer-Zurechnungsregime bei Personen­gesellschaften, z.B. einer CB (was einer deutschen BGB-Gesellschaft gleichsteht), oder von Gemeinschaftsbesitz oder -vermögen, welches aufgrund des Güterstandes direkt zugerechnet wird,
  • Einkommen aus fondsgebundenen Lebensversicherungen, die bestimmte gesetzliche Anforderungen nicht erfüllen,
  • Einkommen aus Investmentfonds in gelisteten Steueroasen.

Anders als in Deutschland besteht die allgemeine Bestimmung, dass das Einkommen in jenem Jahr steuerpflichtig ist (und Kosten in jenem Jahr steuerwirksam werden), in dem es vertraglich entsteht. Nur in ganz wenigen Sonderfällen gilt das Zuflussprinzip.

Auch in Spanien besteht die Möglichkeit, dass die Ehepartner getrennte Erklärungen abgeben. Es gibt aber in Spanien keine „Splittingtabelle“ wie in Deutschland. Somit kann bei der „getrennten Veranlagung“ lediglich der entsprechende Progressionseffekt der Einkommensteuerbelastung optimiert werden. Bei der Wahl für die getrennte Veranlagung gelten eine Vielzahl zusätzlicher Regelungen.