Anders als in Deutschland haben wir in Spanien ein eigenes Gesetz für die Besteuerung von Nichtresidenten. Die anzuwendenden Regelungen findet man im IRNR (Impuesto sobre la Renta de No Residentes). Aufgrund der Komplexität und des Umfanges des Gesetzes, in dem auch die „internationalen Verrechnungspreise“ geregelt sind, listen wir hier nur einige Besonderheiten auf:

  • Besteuerung von selbstgenutztem Immobilien die sich im Besitz von natürlichen Personen befinden. Diese können Sie HIER selber berechnen.
  • Lex Beckham - Unter bestimmten Bedingungen kann eine Person, die nach Spanien zieht, um dort zu arbeiten, eine Besteuerung nach den Regeln für die Einkommensteuer für Nichtresidenten wählen (d.h. Besteuerung mit einem pauschalen Steuersatz von 24%, jedoch ohne Anrechnung von Kosten oder Freibetrag), und zwar in jenem Steuerjahr, in dem sie nach Spanien zieht, sowie die folgenden 5 Jahre.
  • Einkommen aus unternehmerischer oder freiberuflicher Tätigkeit, das durch Nichtresidenten in Spanien erzielt wird, ist in Spanien steuerpflichtig und wird mit einem Steuersatz von 24% belegt. Diese Regelung wird häufig nachgefragt. Wenn z.B. ein deutscher Arzt in Spanien für einige Monate im Jahr tätig sein will, ohne spanischer Steuerresident zu werden, ist das über diese Regelung möglich.
  • Einkommen aus Investitionen - Nicht befreite Dividenden, Zinsen und Royalties spanischen Ursprungs werden einem finalen Einbehalt unterworfen.
  • Steuern auf Darlehenszinsen - Viele Nichtresidenten halten ihre Immobilie über das Konstrukt einer S.L. Die deutschen Anteilseigner finanzieren dann häufig die Investition mit eigenen persönlichen Darlehen. Die Darlehenszinsen sind in Spanien aufgrund des geltenden DBAs nicht steuerpflichtig. Wir weisen aber darauf hin, dass die Darlehenszinsen in Deutschland der Besteuerung zu unterwerfen sind.
  • Verkauf von Gesellschaftsanteilen. Seit dem 01.01.2013 gilt zwischen Deutschland und Spanien das neu verhandelte DBA. Ab diesem Zeitpunkt erhebt der spanische Staat bei der Veräußerung von Gesellschaftsanteilen eine Quellensteuer. Dieser Steuereinbehalt ist in Deutschland – auf die dort entstehende Steuerlast anrechenbar.