Spanien ist einer der wenigen EU-Staaten, in denen Vermögensteuer erhoben wird. Steuerpflichtig sind nur natürliche Personen. Für jedes Jahr wird pro Kopf eine einzige Erklärung fällig, die bis Ende Juni des Folgejahres per Selbstveranlagung einzureichen ist. Eine Erklärungspflicht entsteht, wenn das Nettovermögen (nach Abzug Verbindlichkeiten) 700.000 Euro übersteigt oder aber, wenn das Bruttovermögen (vor Abzug Verbindlichkeiten) 2 Mio. Euro übersteigt. Maßgeblich ist das Vermögen per Stichtag 31.12. des jeweiligen Jahres.

Nichtresidenten werden nur für ihr spanisches Vermögen erklärungspflichtig. Viele Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Spanien und anderen Staaten schränken die Besteuerung ein. So müssen deutsche Steuerbürger lediglich ihr direkt oder indirekt (über Gesellschaften) gehaltenes spanisches Immobilienvermögen versteuern.

Regionale Unterschiede

Die Vermögensteuer ist zwar vom Staat geregelt, jedoch können die Regionen eigene Bestimmungen erlassen. Viele Regionen haben abweichende Steuersätze erlassen, in manchen Regionen gilt auch ein abweichender Freibetrag. Die Steuersätze der Balearen gehören zu den höchsten des Landes. In der Region Madrid ist die Vermögensteuer wegen einer 100prozentigen Gutschrift faktisch außer Kraft gesetzt. Die Tabellen aller Regionen mit abweichenden Regelungen finden Sie HIER.

Nichtresidenten haben die Wahl zwischen der staatlichen Regelung und den Bestimmungen jener Region, in der sich wertmäßig der Großteil ihres Vermögens befindet.