Seit 2013 darf Spanien bei deutschen Nichtresidenten Vermögensteuer auch auf Anteile an Gesellschaften erheben, deren Aktiva zumindest zu 50 % aus spanischen Immobilien bestehen. Bewertet werden die Anteile, nicht die Immobilie. Obwohl das nationale Steuerrecht keine Vermögensteuer auf Anteile ausländischer Gesellschaften vorsieht, besagt die Doktrin, dass Spanien beispielsweise GmbH-Anteile besteuern darf. Dieser Standpunkt ist fachlich höchst umstritten, Spaniens Steuerbüros warten gebannt auf das erste Gerichtsverfahren dazu.

Bezüglich Personengesellschaften wird die Steuerpflicht in derselben Weise ermittelt, bei der Bewertung wird die Struktur jedoch als transparent gehandhabt. Einen Sonderfall stellen Immobilien dar, die vom Gesellschafter genutzt werden. Bei Betriebsstätten fällt die Vermögensteuer auch auf bewegliche Güter an.