Spanische Besonderheiten

Anders als in Deutschland bestehen in Spanien eigene Regelungen für Erbschaft einerseits und Schenkung andererseits. Dazu kommt eine abweichende grundsätzliche Systematik: Bei einer Schenkung versteuert der Schenkende wie bei einem Verkauf, d.h. er muss einen allfälligen Wertzuwachs des geschenkten Gutes versteuern. Bei der Erbschaft hingegen verzichtet das Finanzamt zur Gänze und dauerhaft auf die Besteuerung des Wertzuwachses.

Die Freibeträge sind sehr niedrig (Erbschaftsteuer) oder nicht existent (Schenkungsteuer). Darüber hinaus haben die Regionen eigene Kompetenzen für Steuersätze und Begünstigungen. In einigen Regionen, darunter den Balearen, gilt ein spezifisches Rechtsinstrument namens Nachfolgepakt, das eine Schenkung zu den Bedingungen einer Erbschaft ermöglicht. Dies ist in vielen, jedoch nicht allen Fällen steuerlich günstiger.

 

Erben und Schenken auf den Balearen

Die Tabellen mit den Steuersätzen ist auf staatlicher wie auch auf regionaler Ebene zweigeteilt: Eine progressive Tabelle liefert ein Zwischenergebnis, das sich dann ggfs. anhand von Multiplikationskoeffizienten erhöht. Maßgeblich für diese Koeffizienten sind der Verwandtschaftsgrad und das Vorvermögen. Aus der Kombination beider Tabellen können  sich unter ungünstigen Bedingungen stratosphärische Steuersätze von 70 Prozent oder mehr ergeben. Auf den Balearen gelten jedoch besonders günstige Regelungen für nächste Verwandte (Vorfahren, Nachkommen, Ehepartner). Die staatlichen und balearischen Tabellen finden Sie HIER.