Erbschaftsteuer

Für Nichtresidenten bietet sich ein gemeinsamer Kauf der spanischen Immobilie an, ggfs. unter Nutzung der deutschen Schenkungsfreibeträge. D.h. in Deutschland schenken die Eltern den Kindern Geld und diese nehmen am Erwerb teil. Damit wird ein anteiliger Wertzuwachs schon zu Lebzeiten steuerneutral auf die Kinder übertragen. Lösungen mit Nießbrauch sind komplexer. Verbindlichkeiten können die Bemessungsgrundlage mindern, allerdings nur für die Erbschaftsteuer. Strukturen mit eigentümerlosem Vermögen (Stiftung, Trust) erfordern fallspezifische Analysen, da diese Art von Instrumenten in Spanien nur in ihrer gemeinnützigen Variante bekannt sind.

 

Schenkung und Nachfolgepakt

Finden mehrere Schenkungen zwischen denselben Personen statt, wird der Steuersatz mittels gesamthafter Betrachtung über 3 Jahre ermittelt. Achtung: Bei einer Geldschenkung per Überweisung aus einem spanischen Konto wird der Empfänger in Spanien schenkungsteuerpflichtig. Unter bestimmten Voraussetzungen – insbesondere bei hohem Wertzuwachs eines Gutes – kann der „Pacto sucesorio“ (Nachfolgepakt) ein interessantes Steuersparmodell darstellen. Die Anwendung des regionalen Nachfolgepakts erfordert die Ansässigkeit in der Region (z.B. Mallorca) und die spanische Staatszugehörigkeit. Allerdings können im Ausland äquivalente Rechtsinstrumente aufgesetzt werden, die steuerlich in Spanien dieselben Folgen haben. Aufgrund zahlreicher Feinheiten ist jedoch eine solide und kompetente Beratung vorab unabdingbar.