Die Pflicht zur Buchführung ergibt sich aus Artikel 25 CCom. Ein bestimmtes Buchführungssystem schreibt das Gesetz nicht vor. Als Anforderungen an eine ordnungsgemäße Buchführung formuliert das spanische Handelsgesetzbuch:

  • Sowohl die Entstehung der Geschäftsvorfälle als auch die Abwicklung der Geschäftsvorfälle muss sich chronologisch verfolgen lassen und
  • Die Buchführung muss es ermöglichen, einen periodischen Abschluß – eine sogenannten Vermögensbilanz – aufstellen zu können. 
  • Als von allen Kaufleuten zu führende Bücher bestimmt Artikel 25 CCom: 
  • Das Bestandsbuch (libro de inventario), mit Inventar, Eröffnungsbilanz, Summen und Saldenliste sowie der Schlußbilanz.
  • Der Jahresabschluß (cuentas anuales), mit Bilanz,  Gewinn- und Verlustrechnung sowie dem Anhang.
  • Das Journal (otro diario) oder Grundbuch als chronologische Aufzeichnung der Geschäftsvorfälle. Ein Hauptbuch (sachlogische Aufzeichnung der Geschäftsvorfälle) ist im Übrigen zwar nicht gesetzlich vorgesehen, aber zur Erstellung der Summen und Saldenliste letztlich unerläßlich. 

Von Kapitalgesellschaften (S.L. und S.A.) sind darüber hinaus die folgenden Bücher zu führen:

  • Das Aktienbuch (Libro registro de acciones nominativas) für den Fall, dass die Gesellschaft Namensaktien emittiert hat (Artikel 55 LSA),
  • Das Verzeichnis der Gesellschafter (Libro de socios)
  • Ein Protokollbuch von Organbeschlüssen (Libro de actas). 
  • Artikel 129 LSRL schreibt im übrigen für S.L.s mit nur einem Gesellschafter zwingend die Führung eines Registers (libro registro) vor, in dem alle Verträge zwischen dem alleinigen Gesellschafter und der Gesellschaft festgehalten werden.

Für sämtliche Bücher, deren Führung obligatorisch ist, besteht nach Artikel 27 CCom eine sogenannte Legalisierungspflicht beim zuständigen Handelsregister (Registro Mercantil). Die zu führenden Bücher sind spätestens bis vier Monate nach dem Bilanzstichtag durch das zuständige Handelsregister zu authentisieren.