Am Samstag (16.1.) werden gleich zwei neue Steuern in Spanien eingeführt: die Finanztransaktionssteuer (genannt „Tasa Tobin“) und die so genannte „Google-Steuer“, eine Steuer auf bestimmte digitale Dienstleistungen. Mit den beiden Abgaben will der spanische Staat in diesem Jahr rund 1,8 Milliarden Euro einnehmen.

Bei der Finanztransaktionssteuer fallen 0,2 Prozent des Kaufpreises auf den Erwerb von in Spanien ausgegebenen Aktien von börsennotierten Unternehmen, deren Börsenkapitalisierung über einer Milliarde Euro liegt. Es sind die Wertpapiere von 56 Unternehmen betroffen.

Die Google-Steuer betrifft Unternehmen mit einem Umsatz von mindestens 750 Millionen weltweit und drei Millionen in Spanien, die bestimmte Online-Dienstleistungen anbieten, wie z.B. Werbung, digitale Vermittlungsdienste zwischen Verbrauchern oder den Verkauf von Nutzerdaten.

Diese Aktivitäten werden mit einer Steuer von 3 Prozent auf den Bruttoumsatz belegt. Zweck ist es, Steuervermeidungen von Digitalunternehmen zu verhindern. Die Steuer gilt als vorläufige Maßnahme, bis es eine einheitliche Regelung auf EU- oder OECD-Ebene gibt.

Verspätete Zahlung

Auch wenn die Steuer Mitte Januar in Kraft tritt, gibt es eine Verzögerung bei der Erklärung und Bezahlung. Um den korrekten Ablauf zu garantieren, werden die Finanzämter um Fall der Abgabe auf Finanztransaktionen erst im April die Steuern für das erste Quartal einziehen, danach monatlich.

Bei der Google-Steuer werden die ersten beiden Quartale im Juli abgerechnet, danach folgt eine quartalsweise Einreichung.