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Kurzarbeitergeld in Spanien | ERTE

Der Ministerrat der spanischen Regierung hat am 26.1.2021 die Verlängerung der Kurzarbeiterregelung ERTE bis 31.5. beschlossen. Es handelt sich um die dritte Verlängerung seit der Einrichtung der pandemiebedingten Regelung im März 2020. Das Gesetzesdekret umfasst alle bislang bestehenden ERTE-Regelungen wegen höherer Gewalt sowie die wegen Verboten oder Einschränkungen, die Geschäftstätigkeit auszuführen.

 

Unternehmen, die ERTE für ihre Mitarbeiter verlängern oder neu beantragen müssen, brauchen mit der Verlängerung der Kurzarbeiterregelung ab 1.2. keinen formellen Antrag mehr bei der zuständigen Behörde zu stellen. Es reicht stattdessen aus, wenn sie eine entsprechende Mitteilung an das zuständige Arbeitsamt und an die Arbeitnehmervertreter senden.

Um die Reduzierung der Sozialversicherungsausgaben auf Seiten der Arbeitgeber zu erhalten, ist eine eingenverantwortliche Erklärunggegenüber der Sozialversicherung notwendig.

 

Die Verpflichtung zur Aufrechterhaltung der Beschäftigung wird in der Form beibehalten, in der sie im Königlichen Gesetzesdekret 30/2020 enthalten war, so dass Unternehmen, die die Beihilfe in Anspruch nehmen, ihre Belegschaft für einen Zeitraum von 6 Monaten nach Ende der Kurzarbeit aufrechterhalten müssen.

Die Grenzen für die Ausschüttung von Dividenden und die steuerliche Transparenz, die Grenzen für Überstunden und die Auslagerung von Tätigkeiten, das Verbot von Kündigungen und die Unterbrechung von Zeitverträgen werden beibehalten. 

Zu den ERTE-Typologien mit Entlastungen bis zum 31. Mai gehören:

  • Ultra-geschütze Sektoren: Für diese Sektoren und ihre Wertschöpfungskette gelten Entlastungen bei den Sozialversicherungsbeiträgen von 85% für Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten und 75% für solche mit 50 oder mehr Beschäftigten. Die Entlastungen sind sowohl für suspendierte Arbeitnehmer als auch für solche, die wieder arbeiten, gleich. 
  • Unternehmen, die an der Ausübung ihrer Tätigkeit aufgrund von Beschränkungen durch den Gesetzgeber in Zusammenhang mit der Pandemiebekämpfung gehindert werden. Diese Unternehmen erhalten während des Zeitraums der Schließung und maximal bis zum 31. Mai 2021 eine Reduzierung der Sozialversicherungsbeiträge von 100% (bei unter 50 Beschäftigten) bzw. 90% (bei 50 Beschäftigten oder mehr).
  • ERTE wegen Einschränkungen der Aktivität. Unternehmen oder Einrichtungen, deren Tätigkeit teilweise durch die Maßnahmen in Zusammenhang mit der Pandemiebekämpfung verhindert wird, können eine Befreiung von den Sozialversicherungsbeiträgen beantragen, die zwischen Februar bis Mai von 100% progressiv auf 80% gesenkt wird (bei unter 50 Beschäftigten).

 

Die hier vorliegenden Informationen wurden nach bestem Wissen und Gewissen zusammengetragen. Da die Gesetzgebung hinsichtlich der Kurzarbeit aber in stetem Wandel ist, können wir nicht vollumfänglich garantieren, dass die Seite stets der aktuellen Rechtslage entspricht. Die hier dargestellten Informationen sind daher nicht als verbindlich anzusehen. Bitte konsultieren Sie für Ihre individuellen Fragen Ihre Gestoría.