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Insolvenz

Das Königliche Dekret 8/2020 vom 18.3. erklärt im Artikel 43 die Handhabung bei Insolvenz einer Firma und die rechtlichen Auswirkungen:

  • Normalerweise hat ein Unternehmen in Spanien zwei Monate Zeit, um einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht einzureichen.
  • Solange der Alarmzustand in Kraft ist, ist ein Schuldner, der sich im Zustand der Zahlungsunfähigkeit befindet, nicht verpflichtet, Insolvenz zu beantragen.
  • Bedingt durch die aktuelle Ausnahmesituation läuft die Frist der zwei Monate für die Einreichung des Insolvenzantrags erst ab dem Moment der Beendigung des Alarmzustands.
  • Auch ein von den Gläubigern eingeleitetes Insolvenzverfahren (bei akuter Zahlungsunfähigkeit) ist erst ab Ablauf der Frist von 2 Monaten nach Beendigung des Alarmzustandes möglich.
  • Obwohl keine Pflicht dazu besteht, können Unternehmen weiterhin bei Zahlungsunfähigkeit Insolvenz anmelden. Diese „freiwilligen“ Anträge werden bevorzugt behandelt und unterliegen nicht dem zweimonatigen Moratorium ab Ende des Alarmzustandes.

Update 4.5.

Unternehmen oder Selbständige, die zahlungsunfähig sind, sind bis zum 31. Dezember 2020 nicht verpflichtet, Insolvenz zu erklären. Bis zu diesem Zeitpunkt werden die Richter zudem die notwendigen Insolvenzanträge, die während des Alarmzustands gestellt werden, nicht zum Verfahren zulassen. Begründet wird dieser Schritt mit der Überlastung der Gerichte.