Gebildet ist, wer weiß, wo er findet, was er nicht weiß.

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Spanischer Fiskus fordert 40 Millionen von Jorge Lorenzo

Vorsicht mit dem Verbreiten von Informationen in der Öffentlichkeit – das Finanzamt sitzt im Publikum! Diese Erfahrung macht gerade der mallorquinische Motorrad-Champion Jorge Lorenzo. Erst vor zwei Wochen verkündete er überraschend seinen Abschied von den Rennstrecken, schon sieht er sich einer neuen Herausforderung gegenüber: Der spanische Fiskus fordert im Rahmen mehrerer Steuerprüfungen insgesamt 40 Millionen Euro, berichtet die spanische Zeitschrift El Confidencial.

Wie viele andere Motorsport-Idole (z.B. Fernando Alonso und Dani Pedrosa) hat der dreifache MotoGP-Weltmeister seinen steuerlichen Wohnsitz in der Schweiz. Da Elitesportler in der Regel mehr als die Hälfte des Jahres unterwegs sind, kann Hacienda nicht auf die bekannte 183-Tage-Regel zurückgreifen, um die steuerliche Ansässigkeit festzustellen.

Daher muss ein anderer Angelpunkt herhalten. Im konkreten Fall führt die Steuerbehörde einen luxuriösen Wohnsitz in Barcelona ins Feld, mit dem Lorenzo unvorsichtigerweise in einem Werbevideo für die Marke Monster geprahlt hatte. Hacienda argumentiert, die Immobilie in Kataloniens Hauptstadt sei zwischen 2013 und 2016 der wahre Lebensmittelpunkt des Mallorquiners gewesen.

Trotz der enormen Gesamtsumme attackiert die Steuerbehörde nicht über die strafrechtliche Schiene, weshalb mit einer langen Verfahrensdauer zu rechnen ist.