Am Beispiel der Handhabungen auf Mallorca schildern wir die zu vermeidenden Problemlagen für einen deutschen Investor.  Leider gehört(e) in der mallorquinischen Praxis eine „Sorgfältigen Prüfung“ bei einem Immobilienkauf nicht immer zu den Grundlagen. Die signifikant hohe Zahl von Prozessen wegen illegaler Anbauten oder nicht legalisierter Veränderungen am Haus, die manchmal bis zum Totalabriss geführt haben, sind der traurige Beweis für entsprechend defizitäre Prüfungen. Hier scheint die Botschaft der Makler und Hausverkäufer, dass es sich um ein einmaliges Schnäppchen handelt, bei dem man ganz schnell zuschlagen muss, eine zu hohe Wirkkraft gehabt zu haben.

Die Zahlungen von „steuerneutralen Entscheidungshilfen“ zur Erlangung von Baugenehmigungen waren ebenfalls weit verbreitet. Eine Folge davon sind zahlreiche Korruptionsprozesse gegen Politiker und hohe Verwaltungsbeamte. Auch die aktuell noch sehr hohe Anzahl anhängiger Verfahren wird die Brisanz des hier behandelten Themas sicher verstärken.

An dieser Stelle erlauben wir uns den Hinweis, dass man die „Sorgfältige Prüfung“ von unabhängigen Personen durchführen lassen sollte. Die Beauftragung von „langjährig befreundeten“ Parteien kann zu Ergebnissen führen, die nicht wirklich auf Objektivität und die Wahrung des Interesses des Käufers beruhen.

Aufgrund der aktuellen Rechtsprechung, des umgesetzten und gelebten Informationsaustausches zwischen Deutschland und Spanien sowie der potenziellen Bestrafungsmöglichkeiten aufgrund des spanischen Geldwäschegesetzes sind die Zahlungen von steuerneutralen Geldern heute kein Thema mehr. Leider strahlen diese Praktiken aber noch ab.