Da es sich bei unserem Zielpublikum häufig um länderübergreifend aufgestellte Strukturen und Klientel handelt, sind die Anforderungen zivil- und steuerrechtlicher Art meist komplexer, als man annimmt. Dass in diesem Bereich ebenfalls mannigfaltige Fehlentscheidungen getroffen wurden, erkennt man u.a. an der hohen Zahl von Steuernachzahlungen aufgrund der „verdeckten Gewinnausschüttungen“ bei nicht gezahlter Miete an seine eigene Kapitalgesellschaft und der (Nach-)Versteuerung von Zinsen in Deutschland für Darlehen, die zum Kauf der Immobilie verwendet wurden. Folgende Themenbereiche gehören unbedingt mit in die Entscheidungsmatrix:

  • Die spanische Vermögensteuer. Auf den Balearen kann die Vermögensteuer zu einer jährlichen Belastung von bis zu 3,45 % der Vermögenstwerte betragen. 
  • Die neue europäische Erbrechtsregelung, die ab dem 17. August 2015 anzuwenden ist. Die spanischen Erbregeln sind völlig anders als z.B. die in Deutschland 
  • Bei der spanischen Erbschaftsteuer hat sich das Thema aufgrund des Urteils aus Brüssel vom 03. September 2014 signifikant entschärft. Trotzdem gehört dieser Themenkomplex ebenfalls zur Entscheidungsmatrix.
  • Die Findung der richtigen Gesellschaftsform hat Auswirkungen auf die Einkommen- und/oder Körperschaftsteuerbelastung.
  • Die Vorschriften der Doppelbesteuerungsabkommen zwischen dem Heimatland und Spanien müssen berücksichtigt werden, da bestimmte Strukturen entweder den Vorschriften der "Freistellung" oder der "Anrechnung" im Heimatland unterliegen. Es können finale Steuerbelastungsunterschiede von 25 % bis zu 46 % entstehen.

Die geschilderten Unterschiede lassen den Schluss zu, dass es sich in den meisten Fällen um eine echte Chance handelt, bei solider Vorbereitung, Planung und Umsetzung signifikante und legale Vorteile zu erreichen.