Je komplizierter die Wirklichkeit, desto beliebter sind klare Meinungen

Grundlagen

Grundlagen: Die Methode der Ermittlung der Bemessungsgrundlage richtet sich ausschliesslich nach den geltenden spanischen Vorschriften, die sich aus dem Gesetz für steuerliche „Nicht-Residenten“ (Impuesto sobre la Renta de no Residentes - IRNR) ergeben. Dazu zwei wichtige Anmerkungen.

Eigenes Steuergesetz: In Spanien gibt es ein eigenes Gesetz welches nur die Besteuerung für steuerliche Nichtresidenten regelt. Ein solches Gesetz gibt es in Deutschland nicht.

Keine Veranlagung: Die deutschen Steuerpflichtigen sind es gewöhnt das sie ihre Steuererklärung beim Finanzamt einreichen. Diese wird dann in der „Veranlagungsstelle“ bearbeitet. Der Steuerpflichtige erhält nach der Bearbeitung einen Steuerbescheid in dem die zu zahlende Steuerlast ausgewiesen ist, die innerhalb einer bestimmten Frist zu bezahlen ist. Dieses System ist einem Spanier völlig fremd. In Spanien muss man im Rahmen der „Selbstliquidation“ die Steuer selber errechnen und dann zeitgleich mit der Einreichung der Steuererklärung (Modelo) die ausgerechnete Steuer bezahlen. Man erhält keinen Steuerbescheid! Als einzigen Nachweis hat man die selbst ausgefüllte Steuererklärung und den Nachweis der Zahlung.

Wie werden Einkünfte Wohn- und Ferienvermietung in Spanien behandelt? Die unterschiedliche steuerliche spanische Behandlung der „Vermietungsarten“, Selbstnutzung, Wohnvermietung, Ferienvermietung und touristische Ferienvermietung beschreiben wir im Folgenden.