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Grundlagen

Historie: Es entsprach gängiger Praxis und Empfehlung, beim Kauf einer spanischen Ferienimmobilie eine deutsche GmbH als Eigentümerin der Immobilie "vorzuschalten", vorzugsweise, um spanische Wertzuwachs- und Erbschaftsteuern zu sparen, aber auch aus Gründen der Haftungsbeschränkung sowie der Anonymität.

Neue Rechtsprechung: Da mittlerweile die spanische Erbschaftsteuern aufgrund eines EUGH-Urteils für EU-Residenten signifikant reformiert wurde, ergibt sich nur noch bei sehr teuren Immobilien (u.U. wegen der Vermögensteuer) ein sinngebender Vorteil. Durch die neue BFH-Rechtsprechung zur vGA Rechner gem. BFHverdeckten Gewinnausschüttung sind solche Konstruktionen auch mit einem hohen steuerlichen Risiko in Deutschland verbunden.

Steuerliche Konsequenzen: Wenn eine ausländische Kapitalgesellschaft in Spanien ausschliesslich Vermietungstätigkeiten ausübt und keine Betriebsstätte nach spanischen Recht begründet, ist eine Selbstnutzung - die nur für natürliche Personen möglich ist - ausgeschlossen. Das hat zur steuerlichen Konsequenz, dass die steuerliche Behandlung der Nutzung durch den Anteilseigner oder nahestehenden Personen der GmbH ausschliesslich zu einer marktüblichen Jahresmiete vorgenommen werden kann. Damit sind die Nutzungsarten Selbstnutzung, Wohnvermietung und Ferienvermietung in Spanien gleich zu behandeln.