Unternehmen können für ihre Tätigkeit im Ausland eine Tochtergesellschaft oder eine Betriebsstätte gründen. Neben dem reinen Außenhandel ohne Sitz im Ausland (Direktgeschäft) stellt sich für die Direktinvestition grundsätzlich die Möglichkeit der Begründung einer Tochtergesellschaft oder einer Betriebsstätte. Dabei rückt insbesondere die Besteuerung der zu wählenden Organisationsform in den Fokus des Unternehmers, die sich in erheblichem Maße unterscheiden kann:

  • Personengesellschaft: Wird die Gründung einer Gesellschaft im Ausland beabsichtigt, kommt die Rechtsform der Personenge­sellschaft als rechtlich selbstständiges Unternehmen in Betracht, für die im Wesentlichen die gleichen steuerlichen Grundsätze gelten wie für die Betriebsstätte. Im Ergebnis kommt es unabhängig von einer Entnahme der Gewinne aus der Personengesellschaft durch die Gesellschafter zu einer einmaligen Besteuerung der Gewinne im Sitzstaat der Personengesellschaft.
     
  • Betriebsstätte: Die Betriebsstätte als rechtlich unselbstständiger Teil des im Inland befindlichen Unternehmens, wird nach den von der OECD festgelegten Kriterien als feste Geschäftseinrichtung definiert, durch die die Geschäftstätigkeit eines Unternehmens ganz oder teilweise ausgeübt wird.
     
  • Tochterkapitalgesellschaft: Zur Erreichung einer strikten Trennung der Besteuerungsebenen (Gesellschaft, Gesellschafter) kommt nur die Errichtung einer Tochtergesellschaft in Form einer Kapitalgesellschaft in Betracht. Die Höhe der Besteuerung der ausländischen Tochterkapitalgesellschaft bemisst sich dabei nach dem Körperschaft­steuersatz des Sitzstaates der Tochtergesellschaft.

Die Besteuerungsunterschiede in Bezug zu Spanien liegen bei einer Belastung von 25 % bis 46 %.